Lagertagebuch

Samstag - Anreise

Geschätzte Damen und Herren

 


„Die Jubla Neuendorf feiert im Jahr 2013 den 18. Geburtstag. Anlässlich
unserer
Volljährigkeit gehen wir auf Reisen um einen würdigen Ort für dieses
Fest zu finden.

Die Fluggesellschaft JUBLAIR lädt uns ihn ihr neugebautes Flugzeug ein,
mit dem wir eine ganze Woche rund um die Welt reisen dürfen.“

 

Mit diesen ersten Worten startete unser Abenteuer in das Sommerlager
2013! Heute Morgen stiegen wir in Egerkingen in unseren Shuttle und fuhren los. Ziel war unser Hangar im französischen Torgon VS, wo unser neugebautes Flugzeug auf seinen Jungfernflug wartete. Die lange Reise über den riesigen Flughafen verlief reibungslos und wir kamen (dank fehlender Klimaanlage des Postautos) ein wenig aufgeheizt und voll verschwitzt aber wohlbehalten bei unserem Hangar an. Dort richteten wir uns für den Nachtflug in eine uns unbekannte Destination ein. Zwar gab der Pilot den Zielort durch, doch hat keiner wirklich etwas von dem verstanden, was über das Boardmikrofon gesprochen wurde.


Abenteuerlustig blicken wir in die Zukunft und suchen den besten Ort um
unsern Geburtstag zu feiern.

Sonntag - "Ich war noch niemals in New York..."

„Ich war noch niemals in New York…“ gilt für die Jubla Neuendorf nicht mehr. Wo wenn nicht in Amerika könnte man besser den Geburtstag feiern? Dies dachte auch unsere Boardingcrew. Nach einem typischen American
Breakfast am Sonntagmorgen, noch im Flugzeug, startete unser Pilot den Sinkflug Richtung USA. Es ging ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.


Dies war unser Stichwort dem jetzt noch faden Flugzeug eine richtige Portion Farbe zu verpassen. Man hat nicht oft die Möglichkeit ein Flugzeug zu bemalen. Im Zeichen des Broadways versuchten wir uns auch in der Schauspielkunst und des Improvisationstheaters. Unter den Teilnehmern waren richtige Talente entdeckt und geweckt worden.


Dass amerikanisches Essen doch sehr ausgewogen sein kann und nicht nur aus Fastfood besteht, zeigte uns unsere Power-Küche. Damit uns aber die Spare-rips nicht an die Rippen gehen, trainierten wir verschiedene amerikanische Sportarten. Mit den verdienten Dollar konnten wir den Abend im Spielcasino ausklingen lassen und verprasselten all unser mit Schauspielerei, Malerei und Sport verdientes Geld.


Vor lauter Feiern bemerkten wir nicht, dass die Kerosinpreise in die Höhe schossen. Unser Reiseleiter teilte uns dann völlig aufgelöst mit, dass nur noch Argentinien als nächste Reisedestination in Frage kommt. Doch werden wir auch in Argentinien sicher eine erlebnisreiche Zeit verbringen können, wunderschöne Landschaften betrachten und begutachten können und sind gespannt auf den nächsten Tag.

Montag - "Das Geld ist weg. Lasst es uns verdienen."

Unter diesem Motto starteten wir den heutigen Tag. Und zwar unter der Leitung des Stargastes Lionel Messi, welcher momentan auch knapp bei Kasse ist. Auf seinen Wunsch hin unterstützten ihn die jungen Fans bei der Sponsorensuche. Dazu brauchten sie sowohl Köpfchen als auch viel sportliches Geschick. Wohlverdient konnten die jungen Sprösslinge am Ende mit ihrem Idol ein Benefizspiel gegen eine Leiterauswahl bestreiten.

 

Mit aufgefüllten Geldbeuteln wollten wir unsere Geburtstagsreise fortsetzen. Aufgrund des kleinen Flughafens auf Hawaii konnten wir  nicht mit unserem grossen Flugzeug fliegen. So musste sich eine Delegation bestehend aus Crew und älteren Teilnehmern bereits am Mittag auf den Weg zu einem anderen Flughafen mit kleineren Flugzeugen machen. Nach dem Mittagessen erfuhren die Daheimgeblieben über einen Grossbildschirm von einem Flugzeugabsturz auf Hawaii. Schon nach kurzer Zeit konnten wir herausfinden, dass sich um das Flugzeug der Vorabdelegation handelte. Glücklicherweise befand sich keiner unserer Schar an Board.


Auf diesen Schock hin und ohne Kontakt zu unseren Kameradinnen und Kameraden erlernten wir verschiedene Techniken der Ersten Hilfe, sowie Selbst- und Fremdrettung. Zur Beruhigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmern liessen wir unseren anstrengenden und aufregenden Tag am Lagerfeuer ausklingen, wobei wir immer wieder versuchten einen ersten Kontakt mit den Älteren herzustellen. Nach mehrmaligem Versuch konnten wir zu später Stunde endlich doch noch kurz mit ihnen per Funkverbindung sprechen. Leider war das Signal so schlecht, dass wir nur Bruchstücke der übermittelten Nachricht verstehen konnten. Immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, wo wir sie morgen suchen müssen und werden uns dementsprechend mit den heute erlernten Techniken in Richtung Genfersee aufmachen.

Dienstag - "Wasser in die Rhone getragen"

Nach sehr frühem Aufstehen brachen wir mit Bus und Bahn auf
zum Lac Leman in der Hoffnung unsere Kameraden zu finden. Am See angekommen suchten wir zu Fuss nach den älteren Teilnehmern oder wenigstens Hinweise, ob sie sich überhaupt dort aufgehalten haben. Schon nach kurzer Zeit entdeckten die jüngeren Teilnehmer ein Kleidungsstück eines gesuchten Crewmitgliedes. Somit wussten wir, dass sie schon einmal hier waren und wir auf der richtigen Spur sind. Suchend und rufend wanderten wir der Rhone entlang und fanden immer mehr Hinweise. Beim Mittagessen überraschte uns ein Anruf des Reiseleiters der älteren Gruppe. Sie seien bereits zurück beim Lagerhaus und suchen nach uns.

Glücklich über die Gewissheit, dass es allen gut geht, machten wir uns wieder
auf den Weg zurück zum Lagerhaus. Dort angekommen fielen wir uns freudetränenüberströmt in die Arme und freuten uns über das Wiedersehen.


Dank einer Sonderbewilligung konnten wir am Abend dann doch noch mit unserem eigenen Flugzeug nach Hawaii fliegen. Die Landung war holprig, ruckartig und kurz. So verabschiedeten sich die Piloten bereits im Flugzeug in Badehose und Flipflops Richtung Strand und wünschten den Teilnehmern einen schönen und erholsamen Tag auf Hawaii…

Mittwoch - "Von Wolke sieben zurück auf den Boden"

Aloha, welcome to Hawaii – mit diesen Worten wurden die Teilnehmer heute nach langem Ausschlafen geweckt. Wie auf Hawaii üblich, tauchten wir am Morgen in eine ruhige und entspannende Spa- und Wellnesswelt ein. Bei Massage, Gesichtsmaske, Nägel lackieren, Entspannungsgeschichten und vielen weiteren tollen Angeboten verflogen die Strapazen der gestrigen Wanderung.

 

Auf Wolke sieben schwebend wurden wir am Nachmittag durch den Diebstahl unseres GPS-Senders wieder auf den Boden der (Lager-) Realität zurückgeholt. Ein unbekannter Mann wollte uns damit viel Geld entlocken. So machten wir uns gleich auf, mit verschiedenen Spielen, welche viel Geschick und Köpfchen verlangten, wieder etwas Geld zu verdienen. Denn auch unser Bordmechaniker konnte auf die Schnelle keinen neuen GPS-Sender organisieren und so blieb uns keine andere Möglichkeit als dem Dieb das geforderte Geld zu bezahlen.

Nach dem Zvieri zeigte sich Hakegelde, der Dieb. Eigentlich wollte er „sein“ Geld abholen, wurde dann jedoch beim Anblick unserer lieben Kinder weich und entschuldigte sich schlussendlich sogar. Er wollte sich ja nur etwas Geld verschaffen, da er mit seiner Familie auf der Strasse leben muss. Voller Mitgefühl beschlossen die Teilnehmer ihm das gesammelte Geld zu spenden und so wurde die Jubla Neuendorf von Hakegelde zu einem traditionellen hawaiianischen Abendessen eingeladen.

Unsere zwei Piloten verpassten am Abend noch fast den Flug, da sie am Strand die Zeit vergassen. Schlussendlich konnten wir dann doch noch pünktlich abfliegen und rechnen mit einer planmässigen Ankunft in Peking um ca. 9 Uhr
morgens…

Donnerstag - China, oder doch Arabien

Frühmorgens wurden wir noch völlig schlaftrunken aus unseren Betten geholt und stellten mit Schrecken fest, dass wir nicht in China sondern in Arabien gelandet sind. Wir wurden über Nacht von Scheichen entführt und die Boardcrew wurde gefesselt. Noch vor dem Frühstück wurden die Teilnehmer zu Sport gezwungen. Die Befreiungsaktion unserer Air-Marshalls ging aufgrund von personeller Unterzahl in die Hosen.

 

Gestärkt durch das Frühstück boten die sechs Scheiche zu einem Sportturnier auf in welchem sie ihre Teams in Löffelhockey, Kubb und einer arabischen Fussballart gegeneinander antreten liessen.

Zum Mittagessen bekochte uns unser Küchenteam mit den legendären Fotzelschnitten, welche wie jedes Jahr im Nu verzehrt waren.

Nach der sportlichen Unterhaltung am Morgen wollten die Scheiche nun die Geschicklichkeit und Schauspielerkunst ihrer Teams sehen. Durch die vielen tollen Theateraufführungen  unterhalten, haben sich die Scheiche bereit erklärt, uns eine feine Mahlzeit zu gewähren.

Trotz dieses Gaumenschmauses, wollten wir uns wieder aus der Gefangenschaft der Scheiche befreien. Diese forderten dafür verschiedene Wertgegenstände wie Goldbarren, Kamele, Kleider, etc.. Auf einem Basar, bei einem Kamelhändler und verschiedenen Spielposten erspielten, kauften, tauschten und suchten die Teilnehmer in Gruppen die geforderten Wertgegenstände. Schon nach kurzer Zeit konnte sich ein Team bei ihrem Scheich freikaufen und somit auch gleich alle anderen befreien.


Froh wieder auf freiem Fuss zu sein, bestiegen wir unser Flugzeug und nahmen die erstbeste Flugroute, die noch frei war. Diese führte uns nach Griechenland, wo wir morgen unseren Lagerhöhepunkt erleben werden.

Freitag - Olympiade bei den Griechen

In Griechenland angekommen, wurde die Boardcrew vom olympischen Komitee empfangen. Uns wurde ein Ultimatum gestellt - entweder wir machen bei den olympischen Wettkämpfen mit oder wir dürfen das Land nicht mehr Verlassen.

Da alle unsere Teilnehmer sehr sportlich sind treten wir gerne an den Spielen an. Am Vormittag standen die Einzelwettkämpfe auf dem Programm, so massen sich die Teilnehmer in Sperrweitwurf, 100 Meter Sprint, Kilometerlauf, etc.

Durch das leckere Mittagessen gestärkt traten die Teilnehmer in Teams in Volleyball, Fussball, u.a. gegeneinader an.

Die Tagessieger bekammen einen von der Mobiliar gesponserten Preis.

 

 

Wir möchten all jenen Danken die zu diesem Erfolgreichen Sommerlager beigetragen haben.

Den Sponsoren für ihre Unterstützungen, den Eltern für ihr Vertrauen und den Teilnehmern für das tolle mitmachen.

 

Ein ganz grosses dankeschön geht auch an das beste Küchenteam, Sandra, Beat und Walter Wittwer, für das superfeine Essen!!!